Mit den passenden Rohstoffen gefüttert erzeugt eine solche Anlage Biogas und damit Wärme und Strom.

Bioenergie - der Alleskönner

Nicht nur die Kraft des Windes und das Sonnenlicht selbst sind erneuerbare Energieträger. Alle Pflanzen, die auf der Erde wachsen, nutzen und speichern die Sonnenenergie. Einen Teil davon können wir als Biomasse zur Energiegewinnung durch Verbrennung und Vergärung nutzen. Verwertbar sind beispielsweise Energiepflanzen (Mais, Raps), Abfälle aus der Holzindustrie, Gülle oder Bioabfälle. Der große Vorteil im Vergleich zu fossilen Brennstoffen: Die Verwertung von Biomasse setzt nur die Menge Kohlendioxid frei, die das Pflanzenwachstum der Atmosphäre zuvor entzogen hat. Biomasse ist also CO2-neutral und zählt daher zu den regenerativen Energieformen.

  • Biogasanlagen mit landwirtschaftlichen und industriellen Rohstoffen
  • Heizkraftwerke auf Holzbasis (Hackschnitzeln, Holzbriketts oder Holzpellets) sowie
  • dezentrale Blockheizkraftwerke (BHKW), die mit Treibstoffen auf Basis von Bioenergie (zum Beispiel Rapsöl) betrieben werden.

    Vorteil bei diesen Systemen: Durch die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden gleichzeitig Strom und Wärmeenergie produziert. Denn bei der Stromerzeugung in thermischen Kraftwerken entsteht immer auch Wärme. Herkömmliche Kraftwerke geben diese Abwärme ungenutzt an die Umwelt ab, die KWK dagegen macht diese Wärme über ein Transportnetz als Nah- oder Fernwärme verwendbar. Das steigert den Wirkungsgrad auf bis zu 90 Prozent und führt damit zu einer wesentlich höheren Energieeffizienz, die ja im Sinne eines konsequenten Klimaschutzes notwendig und erwünscht ist.

    Beste Speichereigenschaften
    Hinzu kommt: Alle Spielarten der Bioenergie haben beste Speichereigenschaften. Die Leistung einer Biogasanlage beispielsweise kann flexibel, d.h. angepasst an die natürlichen Schwankungen des Sonne- und Windangebots, reguliert werden. Auch die Energie, die in biogenen Kraftstoffen steckt, wird zu dem Zeitpunkt genutzt, wenn zum Beispiel ein Fahrzeug angetrieben werden soll.
    Bioenergie – ein weiterer Vorteil – ist in vielen Regionen schon heute zentraler Bestandteil in einer dezentralen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Zwei Beispiele: Um Transportkosten zu vermeiden, stammt der Rohstoff idealerweise aus der Land- und Forstwirtschaft der näheren Umgebung. Für viele Akteure aus dem Agrarsektor ist der Umstieg vom Land- zum Energiewirt bereits Wirklichkeit geworden. Ebenso sinnvoll ist es, Heizwerke dort zu installieren, wo Abnehmer (Gebäudekomplexe, Hotels, Wohnsiedlungen) in angemessener Größenordnung vorhanden sind. So leistet die Bioenergie einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und dezentralen Energiesicherung.

    Mehr Informationen finden Sie beim Fachverband Biogas, beim Bundesverband BioEnergie sowie bei der Agentur für Erneuerbare Energie.