Sie lässt Pflanzen wachsen, ist unser Lebenselixier schlechthin. Noch besser: Wir können Strom und Wärme aus ihrem Licht erzeugen!

Die Sonnen - unendlich verfügbare Energie

Sie hilft Taschenrechnern beim Addieren und Multiplizieren, Rasenmähern bei der Pflege von Grünflächen und Parkautomaten beim Drucken der Belege. Dachanlagen und Großkraftwerke produzieren mit ihrer Hilfe sauberen Strom – geräuschlos und ohne Abgase. Die Sonne hat als nutzbarer Energieträger unseren Alltag längst erobert, und sie kann noch viel mehr. Ihre Energie ist da, es gibt sie im Überfluss. Das Zentralgestirn schickt das 2.800-fache des weltweiten Energiebedarfs zur Erde – gratis und wie gemacht, um daraus Strom (Photovoltaik, PV) und Wärme (Solarthermie) zu erzeugen.
Dieses große Potenzial zu nutzen und mit der Sonne die fossilen und atomaren Energien zu verdrängen, ist die Aufgabe unserer Generation. Die Anfänge sind gemacht. Die Solarenergie ist weltweit auf Wachstumskurs. In Deutschland bricht der Zubau von Photovoltaikanlagen Jahr für Jahr Rekorde. 2008 hat die Branche PV-Anlagen in einer Größenordnung von 1.650 Megawattpeak (MWp) neu installiert, im Jahr 2000 gerade einmal 42 MWp. Vorteil: Die Energie wird dort produziert, wo sie verbraucht wird. Die Voraussetzungen für eine ertragreiche Solarstromernte sind da: Nur zehn Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche Deutschlands reichen aus, um mit Photovoltaikanlagen rund 20 Prozent des bundesweiten Strombedarfs zu decken.

Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit
Dach- und Freiflächenanlagen sowie große Photovoltaik-Kraftwerke schützen das Klima, schaffen Arbeitsplätze und tragen zur Versorgungssicherheit für Kommunen und Unternehmen bei. Beispiel: Der größte deutsche PV-Park, der Solarpark Lieberose nördlich von Cottbus, erzeugt mit seinen 700.000 Modulen einen jährlichen Ertrag, der dem Bedarf von 15.000 Haushalten entspricht.
Im Vergleich zur Windenergie ist der prozentuale Anteil des Solarstroms am Mix der erneuerbaren Energien derzeit noch gering. Doch das wird sich ändern. Nach Prognosen der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) könnte die Solarenergie im Jahr 2020 18 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom und im Jahr 2030 bereits 40 Milliarden kWh liefern. Damit würde die Photovoltaik einen Anteil von fast zehn Prozent des prognostizierten Stromverbrauchs abdecken. Sie ersetzt so Stromlasten, die bislang noch durch Gas- und Kohlekraftwerke getragen werden.
Technologieschübe und die steigenden Preise für Atom- und Kohlestrom führen dazu, dass Solarstrom schnell wettbewerbsfähig wird. Schon in wenigen Jahren werden die Produktionskosten so weit sinken, dass Solarstrom vom Dach günstiger sein wird als konventioneller Haushaltsstrom. In einigen Regionen können Solaranlagen schon heute Strom zu Preisen erzeugen, die den Wettbewerb mit Spitzenlast-Preisen fossiler Brennstoffe bestehen.

Weitere Informationen finden Sie beim Bundesverband Solarwirtschaft, bei der Agentur für Erneuerbare Energie, bei der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien sowie auf der Website des größten deutschen Solarparks in Lieberose.