Energiepolitik

Finanzierung der Energiewende

 

Im Zuge des gesamtgesellschaftlichen Vorhabens Energiewende und der Erfüllung des Pariser Klimaabkommens stellt sich die Frage nach einer konsistenten und gerechten Finanzierung der damit verbundenen Kosten. Bei der Beantwortung dieser Frage muss man mögliche Finanzierungsmodelle neben ihrer Zweckmäßigkeit insbesondere auch im Hinblick auf ihre Wirkung auf soziale Verteilungseffekte beurteilen.Dieser Aufgabe haben sich auf Einladung der 100 prozent erneuerbar stiftung ein Team von Energieexperten gestellt und in einem Whitepaper bestehende Vorschläge evaluiert und eine Perspektive beschrieben. Das Ergebnis – Finanzierung der Energiewende: Wie ein CO2-Preis Gerechtigkeit und Planungssicherheit schafft – ist Anfang September 2017 erschienen.

EEG 2014

 

Die 100 prozent erneuerbar stiftung hat ihren Vorschlag aus dem Positionspapier 2011 substanziell weiterentwickelt. Das Resultat ist ein umfassendes Modell, das vier Komponenten umfasst: Es begründet zunächst, warum dauerhaft ein Festpreis für Strom aus Erneuerbaren-Energie-Anlagen notwendig ist. Zweitens spricht das Modell sich dafür aus, dass dieser Festpreis konsequent standortspezifisch angesetzt wird. Drittens schlägt das Modell weitere systemimmanente Anreize zur Vermeidung von Fehlallokationen vor. Als vierten Punkt stellt das Modell eine Systematik vor, wie eine an den (regionalen) Bedarf orientierte Erzeugung von erneuerbaren Strom erreicht werden kann.
Die 100 prozent erneuerbar stiftung hat das EEG 2014-Modell in zahlreichen Vorträgen und Workshops vorgestellt und mit Experten aus Wissenschaft, Verbänden, dem Bundesumweltministerium, Mitgliedern des Bundestags und von Landtagen diskutiert.

Digitales Positionspapier (2011)

 

Im Juni 2011 novellierte die Bundesregierung das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zum vierten Mal in seiner Geschichte. Unter dem Eindruck des Reaktorunglücks in Japan im März 2011 forderte die Bevölkerung wie die Politik unisono die „Energiewende“ – die Energieversorgung rein aus erneuerbarer Energie. Jedoch wiesen die Vorschläge der Regierung nicht nur Inkonsequenz sondern auch Ineffizienz auf. Dies verdeutlicht der Vorschlag zur Weiterentwicklung des EEG, den die Stiftung im Juni 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Bis zum Jahr 2020 kann die doppelte Menge erneuerbarer Energie zum halben Preis erreicht werden. Das Reiner Lemoine Institut verifizierte unsere Berechnungen. Die Ergebnisse unserer Überlegungen und Berechnungen haben wir in einer iPad-optimierten Web-App dargestellt – als Digitales Positionspapier, wofür wir mit dem „Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2012“ in der Kategorie „Digital Public Affairs“ ausgezeichnet wurden.