Soziale Öffnung der Energiewende

dynamis – für eine sozial nachhaltige Energiewende!

 
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dynamis ist eine auf zunächst drei Jahre ausgerichtete Kooperation der 100 prozent erneuerbar stiftung, der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft und dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS). Ziel ist es, Wissen und Erfahrungen hinsichtlich einer sozial nachhaltigen Energiewende zu generieren und zu sammeln und Dialoge zwischen unterschiedlichen Akteuren zu führen. Dynamis ist am 1. Dezember 2016 gestartet und hat seine Geschäftsstelle im Aufbau Haus in Berlin Kreuzberg.

Trägerprojekt ist die wissenschaftliche Untersuchung, angeleitet durch das IASS, die die Faktoren einer sozial nachhaltigen Energiewende ermittelt. Daneben führt dynamis die Projektsteuerung des laufenden Projekts Energieavantgarde Anhalt durch, entwickelt ein Quartiersmanagement-Projekt im Ruhrgebiet und kooperiert mit der stiftung neue verantwortung zu Fragen der Digitalisierung der Energiewende. Weitere Informationen finden Sie hier.

Hintergrund der Kooperation ist eine Initiative, die von der 100 prozent erneuerbar stiftung bereits 2012 begonnen wurde. Dabei wurden Stiftungen aus den Bereichen Energie – Umwelt – Klima eingeladen, stärker zu kooperieren um somit die Rolle als Anwalt der Gesellschaft zu untermauern. Mit dynamis ist uns eine konstruktive und progressive Gründung gelungen, die über herkömmliche Allianzen hinausgeht.

Prometheus

 
Faire und grechte Energiewende

Die 100 prozent erneuerbar stiftung veröffentlichte Anfang 2016 die Studie Prometheus: Menschen in sozialen Transformationen am Beispiel der Energiewende. In dieser werden die Beweggründe untersucht, weshalb sich Menschen für die Energiewende engagieren, wie diese sich in diesem Transformationsprozess verhalten und welche Ableitungen daraus für den Status und den Fortgang der Energiewende gezogen werden können. Die Bedeutung des Menschen in der Gestaltung der Energiewende wird häufig politisch nicht erkannt. Daher neigen Politiker dazu, technokratische Entscheidungen zu treffen. Diese Haltung ignoriert zwei wichtige gesellschaftliche Trends:

  1. Den Wunsch nach Autarkie und Selbstwirksamkeit
  2. Den Wunsch nach Wahlfreiheit und Selbstbestimmung

Erkennbar sind diese Wünsche in einer neuen Engagementkultur, die aber schichtabhängig ist. In der Folge sehen die Herausgeber der Studie zwei Herausforderung: (1) Eine stark regulatorische Steuerung durch den Gesetzgeber verringert nicht nur die Akteursvielfalt und Akzeptanz der Energiewende, sondern riskiert vielmehr durch die mangelnde Integration gesellschaftlicher Entwicklungen einen Bruch zwischen den „oberen“ und den „unteren“. (2) Eine sich selbstüberlassene dezentrale Energiewende besitzt durch ihre einseitige Engagementstruktur soziale Sprengkraft.