Erneuerbare Energie-Pflicht: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Falle von Fernwärme gilt die Pflicht erfüllt, wenn diese zu einem wesentlichen Anteil aus erneuerbaren Energien oder zu mindestens 50 Prozent aus Abwärme oder zu mindestens 50 Prozent aus KWK-Anlagen oder zu mindestens 50 Prozent aus einer Kombination von erneuerbaren Energien, Abwärme oder KWK-Anlagen stammt.
 
Im Falle von Fernwärme gilt die Pflicht erfüllt, wenn diese zu einem wesentlichen Anteil aus erneuerbaren Energien oder zu mindestens 50 Prozent aus Abwärme oder zu mindestens 50 Prozent aus KWK-Anlagen oder zu mindestens 50 Prozent aus einer Kombination von erneuerbaren Energien, Abwärme oder KWK-Anlagen stammt.
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== Letzte Aktualisierung: August 2022 ==
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Aktuelle Version vom 21. September 2022, 21:38 Uhr

Das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) sieht vor, dass in neuen Gebäuden der Wärme- und Kälteenergiebedarf zumindest anteilig durch die Nutzung erneuerbarer Energien gedeckt wird. Dabei gilt die Pflicht erfüllt, wenn die folgenden Vorgaben erreicht sind:

  • Im Falle von Solarthermie:
    • Mindestens 15 Prozent des Jahres-Primärenergiebedarfs entstammt aus solarthermischen Anlagen, oder
    • es werden bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,04 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche betrieben.
  • Im Falle von Photovoltaik-Anlagen, die im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zu dem Gebäude Strom erzeugen und deren Strom vorrangig in dem Gebäude unmittelbar oder nach Speicherung zur Eigenversorgung oder als Mieterstrom genutzt wird, so dass nur die überschüssige Strommenge in das öffentliche Netz eingespeist wird:
    • Durch die Nutzung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen wird der Jahres-Primärenergiebedarf zu mindestens 15 Prozent gedeckt (dies setzt Elektroheizungen oder elektrische Warmwasserbereitung - zum Beispiel im Durchlauferhitzer oder Elektroboiler - voraus) oder
    • es wird eine Photovoltaik-Anlage betrieben, deren Nennleistung in Kilowatt mindestens das 0,03fache der Gebäudenutzfläche, geteilt durch die Anzahl der beheizten oder gekühlten Geschosse beträgt. Eine solche Anlage kann außerdem auf die Ermittlung des Jahres-Energiebedarfs angerechnet werden.
  • Im Falle von Geothermie oder Umweltwärme: Die Wärmepumpen decken den Jahres-Primärenergiebedarfs zu mindestens 50 Prozent. Dies gilt auch dann, wenn die Wärmepumpen mit Strom aus nicht-erneuerbaren Quellen betrieben werden.
  • Im Falle von fester Biomasse: Der Biomassekessel oder der automatisch beschickte Biomasseofen mit Wasser als Wärmeträger decken den Jahres-Primärenergiebedarfs zu mindestens 50 Prozent.
  • Im Falle von flüssiger Biomasse: Die KWK-Anlage oder der Brennwertkessel decken den Jahres-Primärenergiebedarfs zu mindestens 50 Prozent.
  • Im Falle von gasförmiger Biomasse oder KWK: Die hocheffiziente KWK-Anlage deckt den Jahres-Primärenergiebedarfs zu mindestens 50 Prozent, oder die Brennstoffzellenheizung deckt ihn zu mindestens 40 Prozent, oder der Brennwertkessel deckt ihn zu mindestens 30 Prozent.

Im Falle von Fernwärme gilt die Pflicht erfüllt, wenn diese zu einem wesentlichen Anteil aus erneuerbaren Energien oder zu mindestens 50 Prozent aus Abwärme oder zu mindestens 50 Prozent aus KWK-Anlagen oder zu mindestens 50 Prozent aus einer Kombination von erneuerbaren Energien, Abwärme oder KWK-Anlagen stammt.

Letzte Aktualisierung: August 2022