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Was haben die Menschen von der Energiewende?

Die Energiewende so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Menschen entspricht – diese Aufgabe ist leitgebend für die Arbeit der 100 prozent erneuerbar stiftung.

Was wir wissen: Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wollen die Energiewende. Was wir nicht wissen: Welche Rolle wollen, können und sollen sie dabei spielen?

Werden sie Gestalterinnen und Gestalter der Energiewende sein?
Werden sie Versorgungsfälle bleiben, für die sich wenig ändert, weil weiterhin gilt: „Der Strom kommt aus der Steckdose“?
Müssen sie alles akzeptieren, was der Gesetzgeber und die Unternehmen planen?

Wir müssen davon ausgehen, dass alle drei Optionen durchaus mögliche und auch wahrscheinliche Rollen beschreiben. Es ist aber alles andere als beliebig, wer – das heißt vor allem, wie viele Menschen – in welcher Rolle agiert. Vielmehr wird es für den Erfolg der Energiewende entscheidend sein, dass die Menschen die Rollen bekleiden, in denen sie sich wirklich wohlfühlen.

Wer keine Gestalterin oder kein Gestalter der Energiewende sein will, kann in der klassischen Verbraucherrolle – die des Versorgungsfalls – bleiben. Was aber ist mit denen, die keine Betroffene sein wollen, aber in diese Rolle hineingedrängt werden? Und was machen wir mit den Menschen, die keine Versorgungsfällen sein, sondern Gestalter der Energiewende werden wollen, es aber nicht ohne Weiteres können?

Kurz: Unsere Leitfrage lautet „Was haben die Menschen von der Energiewende?”

Antworten auf diese Fragen erarbeitet die 100 prozent erneuerbar stiftung in ihren Projekten und Kooperationen.

Ziele und Werte

Unser Ziel: Eine Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbarer Energie, die dezentral und gemeinschaftlich ist. Denn wir wollen eine Energiewende für alle!

Gemeinschaftlich

Wir erleben in vielen Kontexten einen neuen Mitgestaltungswillen der Menschen. Diesen wollen wir für die Energieversorgung kultivieren und gleichzeitig Menschen, die bislang Energiefragen passiv und distanziert gegenüberstehen, integrieren. Energie geht alle an – da sie für alle relevant ist. Wir wollen Energie erlebbarer und barrierefreier machen und die Menschen ermutigen, sich aktiv zu beteiligen.

Dezentral

Dezentral bedeutet, dass die Energie dort erzeugt wird, wo sie auch verbraucht wird: nahe der Gemeinden, in der Stadt oder auf dem Land. Ein dezentrales Energiesystem orientiert sich an dem Bedarf vor Ort und bietet integrative Lösungen – sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Und es ermöglicht vor allem eines: Teilhabe.
Wir sehen in der Dezentralität systemische, technische, wirtschaftliche und vor allem soziale Vorteile.

100 Prozent erneuerbar

Ein sicheres, umweltfreundliches, von Importen unabhängiges und preislich stabiles Energiesystem – dafür steht der Wandel von einer fossilen zu einer regenerativen Energieversorgung. Wandel bedeutet, das Energiesystem neu zu denken und Menschen mit einzubeziehen. Und natürlich klimaschädliche Kraftwerke durch Erneuerbare Energien zu ersetzen.

Satzung

Die Satzung ist die Grundlage unserer Stiftungsarbeit. In ihr ist unser Stiftungszweck und Stiftungsorganisation geregelt. Rechenschaft über unsere Stiftungsarbeit legen wir jährlich bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier in Form unseres Jahreshefts und Jahresabschluss unserer Finanzen ab.

Satzung ( pdf | 73kb )

Menschen


Team - [:de]Matthias Willenbacher[:en]Matthias Willenbacher[:]
Matthias Willenbacher
Stifter, Beirat und Vorstand

„Mein Motto ist: 100% Einsatz für 100% erneuerbare Energien. Dafür engagiere ich mich in vielen Bereichen; denn es reicht nicht, Anlagen zu installieren. Kreative Ideen müssen her!“
Es begann mit einer orangefarbenen Krawatte und dem Aufdruck „100% erneuerbar“: Mit dieser in 2007 noch sehr provokanten Aussage initiierte Matthias Willenbacher die 100% erneuerbar Kampagne, um für ein künftiges Energiesystem aus Sonne, Wind und Co. zu werben. Aus der Kampagne gründete er 2010 die 100 prozent erneuerbar stiftung. Matthias Willenbacher ist Unternehmer, Investor und Gründer von juwi, einem der größten Projektentwickler für erneuerbare Energie-Anlagen Deutschlands, und wiwin GmbH, die aus der juwi Invest GmbH ins Leben gerufen wurde. Der studierte Physiker ist außerdem Autor des Bestsellers „Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin“ und wirkte beim Kinofilm „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ mit.

Team - [:de]Dr. René Mono[:en]Dr. René Mono[:]
Dr. René Mono
Geschäftsführender Vorstand

Dr. René Mono ist seit 2015 geschäftsführender Vorstand der 100 prozent erneuerbar stiftung, deren Geschäftsführer er seit 2011 war. Der promovierte Kommunikationswissenschaftler ist darüber hinaus Vorstand des Bündnis Bürgerenergie (BBEn) und der Veolia-Stiftung. Weiter ist er Mitglied im Kuratorium der Naturstiftung David und sitzt jeweils im Beirat der Energieavantgarde Anhalt e.V. und der Bürgerwerke.

Team - [:de]Barbara Hennecke[:en]Barbara Hennecke[:]
Barbara Hennecke
Programmkoordinatorin
Team - [:de]Friederike Skorning[:en]Friederike Skorning[:]
Friederike Skorning
Content Managerin
Team - [:de]Sabrina Corsi[:en]Sabrina Corsi[:]
Sabrina Corsi
Projektmanagerin
Team - [:de]Christoph Schmitz[:en]Christoph Schmitz[:]
Christoph Schmitz
FÖJ

Im Moment haben wir leider keine vakanten Stellen.
Sie können sich aber gerne initiativ bei uns bewerben!

Beirat und Kuratorium


Prof. Dr. Norbert Willenbacher
Beirat

Prof. Dr. Norbert Willenbacher leitet das Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er arbeitet u.a. an der Entwicklung neuer Materialien für Solarzellen und Li-Ionen Batterien. Prof. Willenbacher ist Autor von weit über hundert wissenschaftlichen Artikeln und Buchbeiträgen, Vorsitzender der Deutschen Rheologischen Gesellschaft und Mitherausgeber verschiedener wissenschaftlicher Zeitschriften. Von 2006 bis 2014 war Prof. Willenbacher Vorsitzender des Aufsichtsrats der juwi AG, zuvor hat er als freiberuflicher Projektentwickler an der Umsetzung von Wind- und Solarkraftwerken mitgewirkt. Von 1990 bis 2004 war er als leitender Wissenschaftler in der Kunststoff-Forschung der BASF SE tätig.

Prof. Dr. Claudia Kemfert
Kuratorium

Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin.

Prof. Dr. Stefan Krauter
Kuratorium

Prof. Dr. Stefan Krauter ist seit 2010 Lehrstuhlinhaber für Elektrische Energietechnik − Nachhaltige Energiekonzepte und Professor am Fachbereich Elektrotechnik an der Universität Padernborn. 2006 war er Gründungsmitglieds des Photovoltaik Instituts Berlin und ist seitdem im Vorstand aktiv.

Prof. Dr. Eicke R. Weber
Kuratorium

Prof. Dr. Eicke R. Weber ist Direktor des Berkeley Education Alliance for Research in Singapur. Davor leitet er bis Dezember 2016 das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Prof. Dr. Eicke R. Weber ist Ehrenpräsident des Bundesverband Energiespeicher (BVES).

Jahreshefte

Unsere Jahreshefte geben einen umfassenden Einblick in unsere Stiftungsarbeit und Finanzen.
Wir arbeiten rein operativ. Das bedeutet, dass wir ausschließlich eigene Projekte finanzieren und durchführen. Die Projekte sind dem Stiftungszweck, dem Schutz der Umwelt durch erneuerbare Energien, verpflichtet. Wir fördern keine externen Projekte. Es ist jedoch grundsätzlich möglich, Projekte in Kooperation mit anderen gemeinnützigen Organisationen zu verwirklichen.

Stipendien

Wir vergeben regelmäßig Stipendien für Forschungsvorhaben im Bereich der Erneuerbaren Energien. Aktuell fördert die 100 prozent erneuerbar stiftung drei Forschungsvorhaben:

Stipendiatin Katrin Dyhr

Entwicklung eines elektrisch hochleitfähigen Klebstoffes mit geringem Silberanteil für die Herstellung von Solarmodulen

Stipendiat Karim Abdel Aal

Innovative Silberpasten für die Kontaktierung von Si-Solarzellen im Siebdruckverfahren

Stipendiat Ronald Gordon Grajales

Untersuchung des Fließverhaltens von Elektrodenpasten für Lithium-Ionen-Batterie